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Zweitwohnungssteuer: Eine "Wohnkanzlei" wird nicht nur geschäftlich genutzt

Betreibt ein Rechtsanwalt eine (hier 105 qm große") "Wohnkanzlei", in der es zumindest möglich ist, zu wohnen beziehungsweise zu schlafen, so ist die örtliche Kommune berechtigt, dafür eine Zweitwohnungssteuer zu erheben, wenn der Kanzleiinhaber noch über einen "ersten Wohnsitz" verfügt. Das dagegen vorgebrachte Argument des Anwalts, dass die Räume ganz überwiegend beruflich genutzt würden, brachte kein anderes Ergebnis: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigte die Entscheidung der örtlichen Behörde, dass es nicht darauf ankomme, ob die "Zweitwohnung" ausschließlich "bewohnt" werde. (Bayerischer VGH, 4 ZB 2515/13)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 13.08.2014