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Zweitwohnsitz: wo die Freunde leben, ist unerheblich

Die Hauptwohnung eines allein stehenden Arbeitsnehmers liegt in der Gemeinde, in der er sich überwiegend aufhält. Das hat das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main auch für den Fall entschieden, dass sich der Mann nur aus beruflichen Gründen überwiegend in dieser Stadt aufhalte. Wo sich sein privater Freundeskreis befinde, sei unerheblich. Im konkreten Fall hatte der Mann eine Wohnung am Arbeitsort in Frankfurt am Main gemietet und besaß außerdem eine Eigentumswohnung in seinem Heimatort. Die Zweitwohnungssteuer hätte er gern (da geringer) für die Mietwohnung abgeführt. Durfte er aber nicht, weil er sich an mehr als an vier Tagen pro Woche berufsbedingt am Arbeitsort aufhielt, so dass der Standort der Eigentumswohnung als Zweitwohnsitz zu deklarieren war. Er habe seinen Lebensmittelpunkt (und damit die Hauptwohnung) in Frankfurt am Main. (AZ: 5 K 463/08)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 07.12.2009