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Wohnungskündigung: Nicht ausziehen, bevor der Vermieter nicht alles ausgeschöpft hat

Beklagt sich ein Mieter über ständige Störungen durch einen anderen Hausbewohner und schaltet er deswegen den Vermieter, so muss er ihm Zeit lassen, das Problem zu lösen. Verliert er zwischenzeitlich die Geduld und zieht aus der Wohnung aus, so kann er den Vermieter nicht auf Ersatz seiner dadurch bedingten Aufwendungen für den Makler und den Umzug in Anspruch nehmen. (Hier hatte der Vermieter es zunächst im Gespräch und dann mit einer Abmahnung versucht, schließlich kündigte er dem Störenfried. Doch dem sich gestört fühlenden Nachbarn ging alles zu langsam das war aber sein Problem. Kosten bekommt er nicht ersetzt.)
(LG Berlin, 65 S 89/10)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 30.08.2011