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Wohnungskündigung: Auch der Beruf kann "Eigenbedarf" begründen

Ein Vermieter kann auch dann einem Mieter die Wohnung aufkündigen, wenn er die Räume für seine (oder die eines Familienangehörigen) berufliche Tätigkeit nutzen will. Dieser Grund ist aufgrund der verfassungsrechtlich geschützten Berufsfreiheit "nicht geringer zu bewerten als der gesetzlich geregelte Eigenbedarf des Vermieters zu Wohnzwecken". Dies insbesondere dann, wenn der Vermieter in demselben Haus lebt, in dem (wie hier) seine Frau ihre Anwaltskanzlei eröffnen will. Gegen eine Kündigung könnten allenfalls in der Person des oder der Mieter liegende Härtegründe sprechen (was hier noch von der Vorinstanz geklärt werden muss).

(BGH, VIII ZR 330/11)