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Wohngebäudeversicherung: Wer Nachbars Wasser nimmt, haftet auch für Schäden

Genehmigt ein Grundstückseigentümer seinem Nachbarn "aus Gefälligkeit“, seinen Außenwasseranschluss im Garten für die Entnahme von Bauwasser zu nutzen, so haftet der Nachbar für Schäden, die durch Leitungswasser aus diesem Anschluss entstehen. Hier baute der Nachbar im Winter auf seinem Grundstück, wobei er das für den Bau benötigte Wasser vom Nachbar-Eigentümer - gegen Kostenerstattung - bezog, indem die Baufirma am Gartenwasserhahn einen Schlauch anschloss. Der Grundstückseigentümer flog in den Urlaub und stelle nach seiner Rückkehr fest, dass sein Keller unter Wasser stand. Die Gebäudeversicherung des Bauherrn zahlte rund 18.000 Euro für die Trocknungs- und Sanierungsarbeiten - und nahm ihren Versicherten in Regress. Zu Recht, wie das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht entschied. Der Nachbar hafte dem Grundstückseigentümer für den entstandenen Leitungswasserschaden. Der Anspruch ergebe sich aus dem nachbarschaftlichen Gefälligkeitsschuldverhältnis. (Schleswig-Holsteinisches OLG, 16 U 64/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 19.02.2013