Aktuelles

Zurück

Wohngebäudeversicherung: Nach 10 Monaten ist der „Zahlungszug“ abgefahren

Reicht eine Hauseigentümerin eine Schadensmeldung über einen Sturmschaden erst zehn Monate nach dem Sturm ein, weil sie das Malheur zuvor versehentlich einer anderen Versicherung gemeldet hat, die dafür nicht zuständig gewesen ist, so hat die Versicherte grob fahrlässig gehandelt. Nur „unverzügliches“ Einreichen eines Schadens könne zur Leistung durch den Versicherer führen, so das Landgericht Köln. Das gelte jedenfalls dann, wenn es sich um einen großen Schadensbetrag handelt (wie hier um 90.000 bei dem ein Versicherungsnehmer angehalten sein müsste, die Unterlagen sorgfältig zu prüfen. (Die Versicherte hatte sich erst 10 Monate später bei der zuständigen Versicherung gemeldet, weil sie längere Zeit erkrankt war. Das Gericht entschuldige die erhebliche Verspätung dennoch nicht: Das Unternehmen habe nach so langer Zeit keine Chance mehr gehabt, „Ursachen und Hergang des Schadensereignisses aufzuklären“.) (AZ: 20 O 1/08)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 18.06.2009