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Versicherungsrecht/Zivilrecht: Wo der Defekt entstanden ist, entscheidet über die Zahlungspflicht

Zwar gehören die örtlichen Wasserleitungen grundsätzlich der betreffenden Kommune. Treten allerdings Schäden an der Leitung auf, so kommt es für eine Entschädigungspflicht darauf an, wo genau das Malheur passiert ist. Hat sich also zum Beispiel ein Riss in einem Wasserrohr innerhalb eines privaten Anwesens gebildet, so ist dieser Eigentümer für die Regulierung zuständig - beziehungsweise seine Wohngebäudeversicherung. (Die hatte sich in einem solchen Fall geweigert, den Schaden zu tragen, wurde aber in letzter Instanz vom Bundesgerichtshof dazu verurteilt. Der von der Kommune reklamierte Haftungsausschluss-Tatbestand sei erfüllt - auch wenn das Rohr innerhalb des Gebäudes frei zugänglich gewesen sei. (BGH, III ZR 490/13)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 14.01.2015