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Steuerrecht: Vorfälligkeitsentschädigung führt nicht zu "Werbungskosten"

Der Bundesfinanzhof hat einer Hauseigentümerin, die ihre Immobilie verkauft hat und dafür an ihre finanzierende Bank 3.500 Euro als so genannte Vorfälligkeitsentschädigung zahlen musste, diesen Aufwand nicht als "nachträgliche Werbungskosten" anerkannt. Der vorher bestehende wirtschaftliche Zusammenhang mit den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung werde durch die Veräußerung des Gebäudes unterbrochen, "wenn die vorzeitige Rückführung des Kredits auf die Verpflichtung zur lastenfreien Übereignung zurückzuführen" sei. Denn dann sei der wirtschaftliche Zusammenhang auf die Veräußerung der Immobilie übergegangen und habe mit der fälligen Entschädigung und der Vermietung nichts mehr zu tun. (BFH, IX R 42/13)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 09.12.2014