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Steuerrecht: Mehr als zehn Jahre im "Wartestand" lässt nicht auf Vermietungsabsicht schließen

Kauft ein Steuerzahler ein Mehrfamilienhaus, sorgt er dafür, dass es nicht mehr bewohnt wird, um es sanieren zu können, wartet er dann aber fast zehn Jahre, bis dieser Plan in die Tat umgesetzt wird, so kann ihm die Absicht, Einkünfte zu erzielen, abgesprochen werden. Die Folge: Die im Laufe der Jahre angefallenen "vorab entstandenen negativen Werbungskosten" (unter anderem die Zinsen für Darlehen, Abschreibungen und Versicherungen) mindern sein steuerpflichtiges Einkommen nicht. (Hier kam das Gericht zu diesem Ergebnis, weil der Hauseigentümer die Wohnungen nicht so umbauen wollte, um sie neu zu vermieten. Sie sollten vielmehr zu größeren Einheiten zusammengefasst werden. Damit sei die - möglicherweise zunächst vorliegende - Vermietungs- und somit die Einkünfte-Erzielungs-Absicht aufgegeben worden.)
(Niedersächsisches FG, 15 K 401/10)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 13.03.2014