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Steuerrecht: Ist eine Immobilie "unvermietbar", kann das Finanzamt den Hahn zudrehen

Ist ein zur Vermietung oder zum Kauf anstehendes Wohnhaus (hier in Thüringen) seit fast 20 Jahren nicht an die Frau oder den Mann zu bringen, weil kein Käufermarkt vorhanden und das Objekt außerdem stark sanierungsbedürftig ist, so braucht das Finanzamt die geltend gemachten Aufwendungen für die Unterhaltung des Hauses nicht mehr Steuer mindernd anzuerkennen. Dies unabhängig davon, dass der Eigentümer nach wie vor darauf hofft, mit dem Haus einmal Gewinne zu erzielen, also seine "Einkünfteerzielungsabsicht" nicht untergegangen ist. (Hier konnte das Gebäude auch deshalb nicht vermietet oder veräußert werden, weil an dem Ort etwa die Hälfte aller Mietwohnungen leer standen. Unabhängig davon, dass der Eigentümer daran keine Schuld trug, soll aber der Steuerzahler nicht weiter für ein "unvermietbares" Objekt aufkommen müssen, so sinngemäß die Urteilsbegründung. (BFH, IX R 48/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 23.08.2013