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Steuerrecht: Eine Vermietung "über kreuz" muss der Fiskus nicht mitfinanzieren

Kaufen sich zwei Familienangehörige je eine Eigentumswohnung, um sie sich dann gegenseitig zu vermieten, so handelt es sich um einen Missbrauch steuerlicher Möglichkeiten (das Gericht sprach von einer "unangemessenen Gestaltung"). Denn wenn keine anderen Gründe vorgebracht werden können als solche, durch die Vertragsgestaltung Steuern zu sparen (was bei der Eigennutzung der jeweiligen Wohnung nicht möglich wäre), so braucht der Fiskus das Modell nicht anzuerkennen. (Hier kam hinzu, dass die beiden "Vermieter" die Miete für den anderen Familienangehörigen gerade so hoch ansetzten, dass sie für die Räume die vollen Kosten absetzen konnten, während die Mieter - nach aktueller Regelung - nur in Höhe von 70 % der ortsüblichen Miete zur Kasse gebeten wurden.) (FG Köln, 6 K 2057/08)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 12.12.2012