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Steuerrecht: Das Grundstück nur verkaufen "wollen", reicht nicht aus...

Soll ein vermietetes Grundstück verkauft werden, kommt es aber nicht dazu, weil der vorgesehene Käufer finanziell dazu nicht in der Lage war, so können die durch die Veräußerungsbemühungen angefallenen Kosten nicht als Werbungskosten vom steuerpflichtigen Einkommen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung abgezogen werden (hier Notar- oder Gerichtskosten), wenn das Grundstück zwar innerhalb der maßgebenden Verkaufsfrist (von hier 10 Jahren) hätte veräußert werden sollen, es aber - gleich aus welchen Gründen - dazu nicht gekommen ist. "Denn die Kosten entstanden dem Eigentümer nur, weil er sein Grundstück verkaufen wollte. Allein dieses zivilrechtliche Rechtsverhältnis zwischen dem Eigentümer und seinem Käufer war der Grund für die entstandenen Aufwendungen. Sie standen in keinerlei Zusammenhang mit der Vermietungstätigkeit. (BGH, IX R 8/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 12.12.2012