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Steuerrecht: Auch wer an den Wohnort gebunden ist, muss für geerbte Immobilie zahlen

Erbt ein Sohn von seinem Vater ein Haus, so wird dessen Wert bei der Ermittlung der Höhe der - auf das gesamte hinterlassene Vermögen entfallenden - Erbschaftsteuer nicht angerechnet, wenn er zeitnah nach dem Tod des Vaters darin einzieht und mindestens zehn Jahre dort wohnen bleibt. Dies gilt auch dann, wenn berufliche Gründe vorliegen, das Haus nicht zu übernehmen, weil zum Beispiel der Arbeitgeber verlangt, dass er seinen Wohnsitz am Ort seiner Beschäftigung hat, um jederzeit schnell erreichbar zu sein. (Hier ging es um einen Universitätsprofessor im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit an der Evangelisch-theologischen Fakultät einer Universität. Ihm wurde die Vergünstigung versagt, weil das Gesetz keine Ausnahmen zulasse. Der Bundesfinanzhof entscheidet endgültig.) (FG Münster, 3 K 1321/11)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 17.04.2013