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Steuerrecht: Auch ein einziger Verkauf kann schon „gewerblicher Grundstückshandel“ sein

Auch die Planung und der Verkauf nur eines einzigen Grundstücks kann bereits dem „gewerblichen Grundstückshandel“ zuzurechnen sein – mit der Folge, dass das Finanzamt Gewerbesteuer berechnen darf. (Normalerweise wird von gewerblicher Tätigkeit erst ausgegangen, wenn mindestens vier Objekte an- und verkauft worden sind. Hier aber hatte eine selbstständige Unternehmerin ein großes Grundstück gekauft und darauf mehrere Hallen sowie ein Bürogebäude errichtet, die sämtlich verkauft wurden. Nach Feststellung des Bundesfinanzhofs hat sie dabei Bauanträge eingereicht, Bauaufträge erteilt, Miet- und Kreditverträge abgeschlossen sowie Planungsarbeiten für den Bürokomplex erledigen lassen. Da bedürfe es „keiner weiteren Erläuterung, dass sein eine Vielzahl von Aktivitäten unternommen“ habe, „die in ihrer Summer bei weitem die Einzeltätigkeiten überschreiten, die für den Bau nur eines Hauses erforderlich“ seien. (AZ: IV R 77/06)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 04.08.2009