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Schönheitsreparaturen: Manchmal können Mieter sogar einen Kostenvorschuss bekommen

Stehen in einem Mietvertrag keine Regelungen zu den Schönheitsreparaturen, so ist grundsätzlich der Vermieter dafür verantwortlich, dass die Räume - je nach Abnutzung - regelmäßig gestrichen werden. Bleibt er jedoch untätig, so kann der Mieter selbst Hand anlegen, oder einen Kostenvoranschlag von einem Maler einholen und sich auf Grundlage dieser Kalkulation einen Vorschuss vom Vermieter zahlen und dann die Arbeiten ausführen lassen. Der Vermieter kann dann nicht argumentieren, er hätte "günstigere Angebote von Nichtfachhandwerkern" einholen können. Denn ein Mieter habe Anspruch auf "fachgerechte" Ausführung der Arbeit. Außerdem hätte der Vermieter mühelos selbst tätig werden können... (LG Berlin, 65 S 440/09)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 10.01.2013