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Schadenersatz: Ein Maschendrahtzaun muss nicht komplett ersetzt werden

Das Amtsgericht Brandenburg an der Havel hat entschieden, dass ein Verkehrsunfall nicht als Vorwand dafür dienen dürfe, einen dadurch beschädigten Zaun komplett ersetzen zu lassen. Ist eine wirtschaftlich sinnvollere Reparatur der ramponierten Zaunteile möglich, so hat der Besitzer keinen Anspruch auf einen neuen Zaun. Im konkreten Fall war ein Lkw in einen mehr als 30 Jahre alten und knapp 30 Meter langen Maschendrahtzaun gefahren, wobei er auf einer Länge von rund 21 Metern beschädigt wurde. Der Besitzer wollte den Zaun komplett austauschen lassen und klagte auf Erstattung der Kosten - vergeblich. Ein Sachverständigengutachten machte deutlich, dass die Reparatur der kaputten Teile - auch mit Blick auf die noch zu erwartende Lebensdauer des Zauns - wirtschaftlich vernünftiger sei als der volle Ersatz.
(AmG Brandenburg an der Havel, 31 C 211/10)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 17.04.2013