Aktuelles

Zurück

Mietrecht: Zerkratzt der Hund das Parkett, zahlt das Herrchen

Das Landgericht Koblenz hat entschieden, dass ein Mieter auch bei erlaubter Hundehaltung dafür zu sorgen hat, dass die Wohnung im Rahmen des ihm Zumutbaren vor Schäden durch den Hund bewahrt wird. Im konkreten Fall ging es um einen Labrador, der während des elfmonatigen Mietverhältnisses durch alltägliche Bewegungen mit seinen Krallen erhebliche, teilweise zehn Zentimeter lange Kratzer auf dem Parkett verursachte. Der Mieter argumentierte, es handele sich dabei um eine normale Abnutzung der Mietsache - vergeblich. Der Mieter habe schuldhaft gegen seine Obhutspflicht verstoßen und müsse den Schaden bezahlen. Ebenso wie der Vermieter sei auch der Mieter „zu Schutz und Fürsorge hinsichtlich seines Vertragspartners und der Mietsache verpflichtet“. Er müsse die Wohnung schonend und pfleglich behandeln und alles unterlassen, was zu einem Schaden führen könne. (So hätte der Hund zum Beispiel nur in bestimmten Räumen gehalten oder der Boden mit Teppich abgedeckt werden können. Alternativ hätte er dem Tier Hundesocken anziehen können.) (LG Koblenz, 6 S 45/14)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 28.10.2014