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Mietrecht: Wer "Untervermietung" erlaubt, meint damit nicht unbedingt "tageweise an Touristen"

Erlaubt ein Vermieter einem Mieter die Untervermietung seiner Wohnung "ohne vorherige Überprüfung", so muss er es nicht hinnehmen, dass der Mieter die Räume "zur tageweisen Anmietung von bis zu vier Feriengästen" anbieten darf. Dies insbesondere dann nicht, wenn der Vermieter den Mieter verpflichtet hatte, seinen Untermietern "Postvollmacht" zu erteilen, etwa Abrechnungen von Betriebskosten, Mieterhöhungen oder andere Posteingänge betreffend. Schon daran sei erkennbar, dass sich die Erlaubnis nicht auf die Vermietung an Touristen bezog, die eine solche Funktion ja gar nicht wahrnehmen könnten. (BGH, VIII ZR 210/13)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 22.01.2014