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Mietrecht: Wenn die Gasetagenheizung "komfortabel wie eine Zentralheizung" ist

Modernisiert ein Vermieter seine Wohnungen, indem er eine Zentralheizung anschließt, so kann eine Mieterin, die zuvor mit seiner Zustimmung eine Gasetagenheizung hat einbauen lassen, "mit Rücksicht auf die zu erwartende Mieterhöhung" eine "unzumutbare Härte" geltend machen. Dies dann, wenn durch die neue Zentralheizung objektiv keine Wohnwertverbesserung erzielt worden ist. Denn die Gasetagenheizung, deren Einstellung der Mieter allein regeln könne, sei "zumindest ebenso komfortabel wie eine Zentralheizung". Dass diese "dem heute allgemein üblichen Zustand" entspreche, sei kein durchgreifendes Argument. Die Mieterin braucht die Mieterhöhung nicht zu akzeptieren. (BGH, VIII ZR 56/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 19.09.2013