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Mietrecht: Vom Mieter verursachte Schimmelschäden müssen nur "fristgerecht" beseitigt werden

Zieht ein Mieter aus seiner Wohnung aus und wird bei der Abschlussbesichtigung festgestellt, dass sich - unzweifelhaft wegen eines nicht ausreichenden  Lüftungsverhaltens - Schimmel angesetzt hat, so ist der Mieter verpflichtet, die dadurch entstehenden Sanierungskosten zu tragen. Versäumt es der Vermieter jedoch, dem Ex-Mieter zunächst eine Frist zur Beseitigung der Schimmelschäden zu setzen, und lässt er stattdessen die Renovierung selbst vornehmen, so darf er die dafür angefallenen Kosten nicht ersetzt verlangen. Dem Mieter musste zunächst die Chance gegeben werden, sein Fehlverhalten selbst auszumerzen. (LG Saarbrücken, 10 S 29/11)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 19.11.2013