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Mietrecht: "Stinkende" Nachbarn können fristlos fliegen

Das Amtsgericht Wetzlar hat entschieden, dass ein ständig aus der Wohnung dringender starker Gestank ein Grund für den Vermieter sein kann, dem Mieter zu kündigen. Der Hausfrieden könne dadurch nachhaltig gestört werden. Verändert sich die Situation auch nach einer Abmahnung nicht, so sei auch eine fristlose Kündigung gerechtfertigt. In dem Fall drang aus der Wohnung der Mieter im Souterrain ein unangenehmer Geruch, der durch das ganze Haus zog. Nachdem sich Nachbarn beschwert hatten, mahnte der Vermieter die Mieter erst erfolglos ab und kündigte ihnen dann - zu recht. Das Gericht nahm bei einem Ortstermin selbst eine  "Probe". Es wurde festgestellt, dass fehlende Körperhygiene, starkes  Rauchen und mangelhafte Reinigungsmaßnahmen dazu führten, dass es im ganzen Haus penetrant rieche. (AmG Wetzlar, 38 C 1389/12-38)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 19.09.2013