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Mietrecht: Eine Untervermietung darf nicht pauschal verboten werden

Auch wenn einer Mieterin eine Untervermietung mietvertraglich untersagt ist, kann sie sie durchsetzen, wenn sie finanzielle Probleme bekommt. Im konkreten Fall liefen die Unterhalts-zahlungen des Ex-Mannes einer Mieterin aus und ihr blieben - nach Abzug aller Kosten von ihrem Gehalt - "nur" 530 Euro zum Leben. Diese Summe wollte sie durch die (Unter-)Vermietung eines Zimmers aufbessern. Die Vermieterin untersagte ihr das mit Blick auf das Verbot im Mietvertrag. Das Amtsgericht München entschied jedoch, dass ein solches Verbot dadurch "ausgehebelt" werden könne, wenn sich die Lebensverhältnisse geändert haben, nachdem der Mietvertrag unterschrieben worden ist. Auch sei der Wunsch der Mieterin zu respektieren, dass sie in ihrer gewohnten Umgebung wohnen bleiben möchte. Sie dürfe nicht auf eine billigere Wohnung verwiesen werden. (AmG München, 422 C 13968/13)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 24.02.2014