Aktuelles

Zurück

Mietrecht: Der Vermieter darf die Hundehaltung nicht generell verbieten

Einem Vermieter ist es nicht gestattet, einem neu einziehenden (oder bereits in seiner Wohnung lebenden) Mieter die Haltung eines Hundes generell zu untersagen. Es müssen Umstände zu befürchten oder bereits eingetreten sein, dass der Vierbeiner für die übrigen Mieter eine unzumutbare Belästigung darstellt, indem er etwa "über das normale Maß hinaus bellt". Auch wenn ein Hund stark an der Leine zieht, sobald er andere Menschen sieht, lässt das nicht darauf schließen, dass er eine Gefahr darstellt. Auch wenn das Tier hin und wieder allein in der Wohnung ist, kann der Vermieter - ohne Beweis des Gegenteils - nicht daraus schließen, dass "die Mietsache gefährdet" sei. (AmG Waiblingen, 9 C 327/13)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 10.09.2015