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Mietrecht: Defekte Klospülung geht auf Vermieters Deckel

Wurde bereits im Übergabeprotokoll beim Einzug des Mieters vermerkt, dass die Wasserspülung der Toilette defekt sei und ständig Wasser nachlaufe, so muss der Mieter die vom Vermieter geforderte Nachzahlung für die Wasserkosten nicht begleichen, wenn der Verbrauch im Durchschnitt viermal so hoch gewesen ist. Das gilt zumindest dann, wenn der Mieter die Verwaltung mehrmals dazu aufgefordert hatte, die Spülung zu reparieren. Der tatsächliche Verbrauch ist dann zwar nicht mehr zu ermitteln - er muss dann anhand von Erfahrungs- oder Durchschnittswerten geschätzt werden.
(AmG Hannover, 514 C 7283/08)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 11.05.2012