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Mietrecht: Besser nicht direkt in die Fliese bohren

Zwar kann es einem Mieter nicht untersagt werden, auch in geflieste Wände zu bohren, um dort Handtuchhaken oder Seifenspender anzubringen. Allerdings darf der Vermieter verlangen, dass im Regelfall nur in die Fugen gedübelt wird - andernfalls er Schadenersatz für zerstörte Fliesen verlangen kann. Im verhandelten Fall hatte eine Mieterin unter anderem die Fliesen im Badezimmer angebohrt, um die Einrichtungsgegenstände anzubringen. Die Vermieterin wollte diese und andere Schäden mit der Kaution verrechnen. Dagegen wehrte sich die Mieterin - vergeblich. Für die durchbohrten Fliesen musste sie Schadenersatz zahlen. Denn sie hätte zum Anbringen von Handtuchhalter und Co. auch die Fugen anbohren können, so die Richter. Diese Löcher hätten hinterher wieder verschlossen werden können. (AmG Berlin-Köpenick, 4 C 64/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 14.03.2013