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Mietrecht: Beim Vermieterwechsel auf die Kontoauszüge achten

Bei einem Wechsel des Vermieters einer Wohnung muss sich der Mieter darum kümmern, dass die Mietzahlungen auf dem Konto des neuen Vermieters landen. Lief die monatliche Zahlung mit dem alten Vermieter per Einzugsermächtigung, so gehe diese nicht automatisch auf einen neuen Vermieter über, so das Amtsgericht Berlin-Schöneberg. Kümmert sich der Mieter nicht und gerät er in Zahlungsrückstand, so darf der Vermieter das Mietverhältnis kündigen. Der vor die Tür Gesetzte kann sich dann nicht mehr auf einen Irrtum berufen und versuchen, die Kündigung durch Nachzahlung abzuwenden. Schließlich hätte ein Blick in die Kontoauszüge gereicht, um festzustellen, dass die Miete nicht mehr abgebucht worden sei. Er habe also grob fahrlässig gehandelt. (AmG Berlin-Schöneberg, 104 C 109/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 13.11.2012