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Mietrecht: Bei Auslandsaufenthalten darf untervermietet werden

Das Amtsgericht Berlin-Tempelhof-Kreuzberg hat entschieden, dass ein Mieter seine Wohnung untervermieten dürfe, wenn er für eine begrenzte Zeit im Ausland arbeitet. Bittet er den Vermieter um Genehmigung dafür, reagiert der nicht und zieht der Mieter sein Vorhaben durch (wobei er persönliche Sachen in der Wohnung lässt), so darf der Eigentümer den Vertrag nicht kündigen. Im konkreten Fall ging es bis zur Räumungsklage, die allerdings vom Amtsrichter abgelehnt wurde. Der Mieter habe nicht nur ein berechtigtes Interesse an der Untervermietung gehabt und sich von der monatlichen Miete entlasten wollen, sein Auslandsaufenthalt sei zudem von vornherein auf ein Jahr begrenzt gewesen. Weil er seine persönlichen Gegenstände in der Wohnung gelassen habe, übte er zugleich den vertragsgemäßen Gebrauch der Wohnung aus. Die Kündigung sei daher unwirksam. (AmG Berlin Tempelhof-Kreuzberg, 14 C 212/11)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 28.09.2012