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Mieterhöhung: Abweichung vom "qualitativen" Mittelwert besonderer Begründung

Will ein Vermieter, der von seinem Mieter eine höhere Miete verlangt, vom Mittelwert des örtlich maßgebenden "qualitativen Mietspiegels" abweichen, so muss er dafür "besondere Umstände vortragen und beweisen, nach denen die Wohnwertmerkmale im Vergleich als überdurchschnittlich eingeordnet werden" können. Der Vermieter muss dafür konkret darlegen, warum er der Ansicht ist, dass seine Wohnung (wie hier behauptet) eine Einordnung am oberen Wert des Mietspiegels rechtfertigt. Allein der Hinweis darauf, dass sich die Wohnung in einer bevorzugten Wohngegend (laut Vermieter in einer "Makrolage") befinde, reicht jedenfalls nicht aus. (LG Dortmund, 11 S 90/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 11.07.2013