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Instandhaltungsrücklage in der WEG Jahresabrechnung nach der BGH Entscheidung V ZR 44/09

Mit Urteil vom 04.12.2009, dessen Begründung dieser Tage veröffentlicht wurde, hat der BGH eine neue Unsinnigkeit in die Jahresabrechnung der WEG hinsichtlich der Instandhaltungsrücklage eingeführt.
Der maßgebliche Leitsatz lautet:
Tatsächliche und geschuldete Zahlungen der Wohnungseigentümer auf die Instandhaltungsrücklage sind in der Jahresgesamt- und einzelabrechnung weder als Ausgabe noch als sonstige Kosten zu buchen. In der Darstellung der Entwicklung der Instandhaltungsrücklage, die in die Abrechnung aufzunehmen ist, sind die tatsächlichen Zahlungen der Wohnungseigentümer auf die Rücklage als Einnahmen darzustellen und zusätzlich auch die geschuldeten Zahlungen abzugeben.
In der Verwaltungspraxis wird nun wohl eine zusätzliche Einzelabrechnung der Instandhaltungsrücklage und eine eigene Sollstellung der monatlichen Anteile erforderlich werden. Wir bitten das Urteil in der Verwaltungspraxis zu berücksichtigen.

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Sonder-Newsletter vom 24.02.2010