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Grundstücksrecht: Schwenkender Kran stellt ohne Last keine Gefahr dar

Grundsätzlich kann sich der Eigentümer eines Grundstücks auch gegen Beeinträchtigungen des Luftraums über seinem Grund und Boden zur Wehr setzen. Voraussetzung dafür ist jedoch ein konkreter Einfluss oder eine Gefährdung. „Schwebt“ über das Grundstück eines Eigentümers in der Zeit einer Bauphase in der Nachbarschaft ein Kran, so könne darin im Prinzip eine solche Gefahr gesehen werden. Werden mit dem Schwenkarm aber keine Lasten transportiert, so stelle der Ausleger des Krans keine realistische Gefahr dar und müsse deswegen nicht an einem anderen Ort aufgestellt werden.
(OLG Düsseldorf, 9 W 105/06)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 11.05.2012