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Gewerblicher Grundstückshandel: Auch ein "erzwungener" Verkauf zählt mit

Wird eine Immobilie im Privatvermögen später als zehn Jahre nach ihrem Kauf veräußert, so ist auf den Veräußerungsgewinn keine Einkommensteuer zu zahlen. Unabhängig davon wird von einem "gewerblichen Grundstückhandel" ausgegangen, wenn ein Immobilieneigentümer innerhalb von (in der Regel) fünf Jahren mehr als drei Objekte verkauft. Dies gilt nicht nur dann, wenn die Verkäufe "freiwillig" über die Bühne gehen, sondern auch dann, wenn ein Eigentümer (hier wegen hoher Steuerschulden) quasi gezwungen war, sich von einem Haus zu trennen, wodurch die Drei-Objekte-Grenze überschritten wird. (BFH, III R 19/11)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 26.06.2013