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Eigentumswohnung: Wenn zur Versammlung der "Falsche" eingeladen wird...

Hat ein Wohnungseigentümer seine Immobilie verkauft und den Verwalter der Anlage darüber auch informiert, jedoch versäumt, ihn auch über die Umschreibung im Grundbuch auf den neuen Eigentümer in Kenntnis zu setzen, so dass dieser zur Eigentümerversammlung den bisherigen - also "falschen" - Eigentümer eingeladen hat, so bedeutet das nicht, dass die auf dieser Versammlung gefassten Beschlüsse unwirksam sind. Das Landgericht München I hielt das Versehen für nicht so bedeutsam, nun gleich die gesamte Eigentümerversammlung noch einmal zusammen zu trommeln, um die Beschlüsse neu zu fassen. Der Verwalter habe den neuen Eigentümer noch nicht gekannt. Er sei auch nicht verpflichtet gewesen, von sich aus das Grundbuch zu prüfen, ob und wann der Eigentümerwechsel tatsächlich stattgefunden habe. (LG München I, 36 T 1970/13)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 24.07.2013