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Eigentumswohnung: Über Wohnungstüren entscheidet die Gemeinschaft

Der Beschluss einer Eigentümerversammlung, dass die Wohnungstüren aus Holz in der Farbe "mahagonihell" gefertigt sein und einen Glasscheibeneinsatz in genau festgelegter Größe in "drahtornamentweiß" enthalten müssen, kann von einer Eigentümerin nicht mit der Begründung angegriffen werden, es handele sich bei der Tür um ihr Sondereigentum. Vielmehr gehören die Türen zum Gemeinschaftseigentum. Denn durch die Einfügung werde "die Abgeschlossenheit  der dem Sondereigentum zugewiesenen Räume hergestellt, die vorliegen soll, damit Sondereigentum entstehen kann". Damit gehörten sie "räumlich und funktional (auch) zum Gemeinschaftseigentum", so dass die Tür als einheitliche Sache im gemeinschaftlichen Eigentum stehe. (BGH, V ZR 212/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 31.10.2013