Aktuelles

Zurück

Eigentumswohnung: Kippen dürfen nicht auf den "Unterbalkon" fliegen

Haben zwei streitende Wohnungseigentümerinnen, deren Balkone untereinander liegen, einen gerichtlichen Vergleich geschlossen, nach dem die Eigentümerin, die "oben" wohnt, 100 Euro pro heruntergefallener Zigarettenkippe zu zahlen hat (die die "untere" entsorgen muss), so ist dieser Vergleich einzuhalten. Ergibt sich aus Zeugenvernehmungen, dass in der Vergangenheit - nach Abschluss des Vergleichs - mindestens 30mal Kippen auf den unteren Balkon geflogen sind, so hat die "obere" 3.000 Euro zu bezahlen. Das Argument der rauchenden Eigentümerin, sie rauche nur E-Zigarette, wertete das Amtsgericht München als Schutzbehauptung, denn die Zeugenaussagen ergaben ein anderes Bild (das allerdings zunächst von einer Forderung in Höhe von 5.700 € ausgegangen worden war). (AmG München, 483 C 32328/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 23.08.2013