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Eigentumswohnung: Auch ohne Regeln in der Hausordnung ist die Hundeleine Pflicht

Das Amtsgericht München hat entschieden, dass Hunde in einer Wohnungseigentumsanlage auch dann angeleint werden müssen, wenn es dazu eine ausdrückliche Regelung oder einen entsprechenden Eigentümerbeschluss nicht gibt. Im konkreten Fall verlangte ein Wohnungsei-gentümer von einer anderen Eigentümerin, dass diese ihren Hund im Gebäude sowie den Außenflächen nicht frei laufen lässt. Es gab keine Regelung in der Hausordnung, die einen Leinenzwang vorschreibt. Die Hundebesitzerin war der Meinung, dass sie deswegen nicht verpflichtet sei, ihren Hund in seinem Bewegungsdrang einzuschränken – zu Unrecht. Das Rücksichtnahmegebot zwischen den Wohnungseigentümern gebiete das. Denn das freie Laufen lassen eines Hundes im Gebäude und auf dem Freigelände einer Wohnungseigentumsanlage stelle eine Beeinträchtigung der übrigen Eigentümer dar, die über ein zuzumutendes Maß hinausgehe. Es spielt auch keine Rolle, ob der Hund gefährlich ist oder ein aggressives Verhalten zeigt. (AmG München, 484 C 18498/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 13.03.2014