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Eigentumswohnung: 45 Prozent mehr Geld für einen neuen Verwalter muss nicht ausgegeben werden

Steht in einer Wohnungseigentümerversammlung die Wahl eines neuen Verwalters an, in der ein Eigentümer seine Stimmenmehrheit nutzt, um einen Bewerber durchzudrücken, der allerdings ohne sachliche Begründung 45 Prozent mehr an Vergütung kosten soll, als ein Mitbewerber, so kann das Gericht den Beschluss als unwirksam aufheben. (Hier war der "Neue" ein Tochterunternehmen des vorherigen Verwalters, wofür die "Kontinuität der Verwaltung" ins Feld geführt wurde, ohne dass der fast doppelt so hohe Preis mit handfesteren Argumenten begründet werden konnte. Das Landgericht Berlin hob den Beschluss der Eigentümerversammlung auf: Zwar sei der erdrückend hohe Stimmenanteil des maßgebenden Eigentümers an sich rechtmäßig. Daraus erwachse aber nicht das Recht, "gegen die Grundsätze ordnungsgemäßer Verwaltung zu verstoßen".) (LG Berlin, 55 S 302/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 20.08.2015