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Baurecht: Mit einem Schotterweg darf nicht „gewohnt“, nur „geurlaubt“ werden

Ein teilweise geschotterter und mit unsortiertem Material befestigter Wirtschaftsweg stellt keine ausreichende Erschließung für ein Wohnbauvorhaben dar. Das hat das Verwaltungsgericht Koblenz entschieden. Allein dieser Umstand rechtfertigte die Ablehnung eines Bauvorbescheids zur Nutzungsänderung eines Wochenendhauses in eine Anlage zu Dauerwohnzwecken. Im konkreten Fall konnte die Eigentümerin eines Wochenendhauses den gewünschten Bauvorbescheid nicht durchsetzen. Ihr Vorhaben sei schon deshalb unzulässig, weil die Erschließung nicht gesichert sei und das Anwesen nicht über eine ausreichende Zufahrtsmöglichkeit verfüge. Für „ein nicht privilegiertes Wohnbauvorhaben im Außenbereich“ sei eine wegemäßige Erschließung notwendig, die in vergleichbarer Weise wie ein Weg in der Ortslage befahrbar sei. Und der müsse üblicherweise asphaltiert sein. (VWG Koblenz, 7 K 974/1)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 25.05.2012