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Anwohnerrecht: Im "Birkenweg" ist mit Birken zu rechnen...

Einer Stadt kann nicht von einem Anwohner-Ehepaar auferlegt werden, (hier rund 30) Birken zu entfernen, die in ihrer Straße stehen, weil die beiden an einer Pollenallergie leiden und dadurch die Nutzung ihres Grundstückes eingeschränkt werde. Auch das Argument, dass noch weitere Anwohner der Straße (es ging hier um den "Birkenweg") über Pollen-Unverträglichkeiten klagten, zog nicht. Denn "besondere Empfindlichkeiten oder individuelle gesundheitliche Dispositionen" könnten nicht berücksichtigt werden. Außerdem wäre ansonsten in vergleichbaren Fällen eine Vielzahl von Bäumen zu fällen, weil in der Nähe eines jeden Straßenbaumes ein Allergiker wohne oder arbeite. (VwG Neustadt an der Weinstraße, 4 K 923/12)

Quelle: IVD West, Redaktionsbüro Wolfgang Büser
Newsletter vom 29.05.2013